Was in einem EDC auf keinen Fall fehlen sollte

Immer wieder fragen mich Menschen, was ich so in meinem EDC mit mir herumschleppe. Darauf gibt es leider keine einfache Antwort, da man den EDC je nach Situation an die ihm bevorstehenden Aufgaben anpassen sollte und der Inhalt im Normalfall natürlich auch an die individuellen Bedürfnisse des Besitzers anpasst ist. Meiner Meinung nach ist es außerdem wichtig, dass ein EDC sich weiterentwickelt.
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Für die Leser, welche sich unter dem Begriff EDC noch nichts vorstellen können: Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Every Day Carry und umfassen ganz allgemein jene Ausrüstungsgegenstände, welche man täglich bei sich trägt und einem das (Über-)Leben erleichtern, beziehungsweise in einer möglichen Notsituation überhaupt erst ermöglichen sollen. Ein EDC kann also von recht grundlegendem Umfang, wie zum Beispiel Taschenlampe, Kugelschreiber und Taschenmesser oder durchaus umfassender, zum Beispiel mit integriertem Medkit, sein. Ich für meinen Teil trage jederzeit ein Messer, ein Feuerzeug und eine Taschenlampe verdeckt am Körper und differenziere deshalb noch einmal.

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Als meinen EDC bezeichne ich eine Molletasche, welche ich beim Wandern oder Bogenschießen bei mir trage. Auf Deutsch also, sobald ich mich in die Natur begebe. Besonderen Wert lege ich in diesem Fall auf mein Erste-Hilfe-Kit, in welchem sich auch immer Desinfektionsspray zur Behandlung kleinerer Schnitte befindet.

Da ihr jetzt sicher alle gespannt seid, was ich so mit mir rumschleppe, hier mal eine Auflistung meines aktuellen EDC Inhaltes:

  1. Erste-Hilfe-Päckchen ( Inhalt wasserdicht verpackt)
  2. Rettungsdecke
  3. Wundpflaster
  4. Kondome (Wassertransport, Zunder, etc.)
  5. Handdesinfektionsgel
  6. Wunddesinfektionsspray
  7. Zeckenzange
  8. Multifunktionale Minizange
  9. Klappmesser
  10. Schweizer Offiziersmesser (in diesem Fall das Huntsman)
  11. Sturmfeuerzeug
  12. Feuerstahl mit Zunderbox und Mayawood
  13. Taschenlampe
  14. Ersatzbatterien (wasserdicht verpackt)
  15. Nylonschnur (Bogensehne etc.)

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Es fasziniert mich immer wieder, wie viele Sachen sich in solch einer kleinen Tasche verstauen lassen, wenn man mit Verstand packt und ein bisschen rumprobiert. Auch aus der Perspektive der optimalen Stauraumnutzung ist es deshalb wichtig, dass der EDC sich weiterentwickelt.

Meinen Wasserfilter trage ich übrigens nicht in meinem EDC mit mir herum. Dafür habe ich eine separate kleine Molle-Tasche, welche ich zwecks schnellem Zugriff außen am Rucksack befestige. Somit entstehen viele Module, die man je nach Anforderung einpacken kann oder nicht.

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Zwei wichtige Dinge möchte ich noch ansprechen: Zum einen das Thema Notnahrung im EDC. Mittlerweile verzichte ich, unter anderem aus Gewichtsgründen, auf Nahrungsmittel im EDC. Ich habe im Bug Out Bag, über den ich in nächster Zeit etwas schreiben werde, Nahrung für 3 Tage. Früher hatte ich Bundeswehrkekse im EDC, welche sich einmal sogar als sehr nützlich erwiesen. Bei einem 2 Tage andauernden Kanutrip ging mir die Verpflegung aus und die Fische wollten einfach nicht beißen. Ob man Notnahrung im EDC mit sich führt oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Falls man sich dazu entschließt, bieten sich wasserarme Lebensmittel wie z.B. Bundeswehrkekse, Erbsensuppe oder Müsliriegel an, da diese haltbar und leicht sind.

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Die andere Sache ist das Thema Bewaffnung. Den meisten Zivilisten ist es in Deutschland untersagt, Schusswaffen zu führen. Es ist sehr zu empfehlen, sich an diese Vorschrift zu halten. Falls man sich jedoch mit der Situation konfrontiert sieht, dass Zombiehorden durch die Nachbarschaft wanken und die Welt unterzugehen scheint, könnte man abwägen, ob in diesem Falle nicht die Argumente, welche  für den Selbstschutz sprechen, überwiegen. Für diesen Fall eigenen sich besonders kleinkalibrige Pistolen des Kalibers .22lfb, welche sich auf Grund ihrer kompakten Bauart und der ebenfalls kompakten und leichten Munition optimal in einen EDC integrieren lassen.
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Zusammengefasst könnte man also sagen, der EDC ist das Minimum an Ausrüstung, welche das Überleben über kurze Zeitabstände sichern soll. Wenn ich auf Touren gehe, packe ich meinen Rucksack immer um meinen EDC, welcher quasi den Grundbaustein bildet, herum. Mit dieser „Modulbauweise“ ist es weniger wahrscheinlich, wichtige Dinge zu vergessen. Das hoffe ich jedenfalls. 😉

Was würdet ihr in euer EDC packen? Habe ich etwas bei meiner Auflistung vergessen? Lasst es mich wissen!

Passt auf euch auf und viel Spaß in der Natur wünschen euch

Carlos und Leo

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